Der Übergang vom Wildtier zum Hausschaf erfolgte etwa 1o.ooo v. Chr.
Damit war den Menschen die Gewinnung von Fleisch und Fellen ohne strapaziöse Jagd möglich.
Die züchterische Arbeit des Menschen trat an die Stelle der natürlichen Auslese.
Auswahl und Zucht konzentrierten sich
auf nutzbringende Merkmale unter Änderung der Nahrungsbedingungen und Überwindung
von Mangelzeiten in kalten Wintern oder in heißen Trockenperioden.
Die Wildformen des Hausschafes waren Haarschafe; ein wichtiges Domestikationsmerkmal ist somit die Wollbildung. Bereits um 6.000 v. Chr. gab es im Ost-Iran erste Schafe mit Wollhaaren, die von dort nach Westeuropa gelangten.
Skulpturnachbildung des Widders von Jordansmühl, Fundort Breslau, Mittelschlesien, Steinzeit